Videokonferenz Vereinsdialog

Dickes Ministerlob: 17 Monate Pandemie mit verlässlichem Einsatz des Ehrenamts, Vereine in Kreis und Stadt Paderborn sind ein starkes Stück Heimat.

 

Mit einem Lob zur wichtigen Funktion der heimischen Vereine in der Corona-Pandemie begrüßte NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach (CDU) die Teilnehmer einer Videokonferenz, in der die aktuellen Vereinsförderungen der Landesregierung für den Neustart nach Corona von der Ministerin persönlich vorgestellt wurden: „Siebzehn Monate Pandemie, heißt auch 17 Monate Einsatz des Ehrenamts. Nur mit Ihnen waren diese Herausforderungen zu schaffen.“  Sabrina Henneke als Vorsitzende der Kommission „Ländlicher Raum" des CDU-Kreisverbandes Paderborn konnte neben den CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke, Bernhard Hoppe-Biermeyer und dem Landrat Christoph Rüther über 30 Vereinsvertreter zur Diskussion und zum Gedankenaustausch mit der Ministerin begrüßen.

Im Mittelpunkt standen die Fördermöglichkeiten des neuen Vereinsprogramms: „Neustart Miteinander“, zu dem die Förderrichtlinien gerade erarbeitet werden.

Wie die Ministerin mitteilte, waren bisher die Heimat-Programme eine sinnvolle, sehr zielgerichtete Fördermaßnahme mit entsprechenden, bereits jetzt sichtbaren und besonders guten Erfolgen. Stadt und Kreis Paderborn sind bei der Heimat-Förderung ihres Ministeriums sehr erfolgreich, denn es konnten aus Düsseldorf über 262.000 Euro für Heimat-Schecks, über 105.000 Euro für Heimatpreise und über 636.000 Euro für Heimat-Zeugnisse ins Hochstift fließen.    

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich um die Schwierigkeiten nach Corona, die auch für große und traditionsreiche Vereine bestehen: Ausbleiben von Einnahmen durch den Pandemie-Stillstand, nicht nur durch Mitgliedskündigungen und damit fehlende Beiträge, sondern durch den völligen Stillstand jeder Vereinsaktivität und durch die Absage der Großveranstaltungen, wie z. B. Schützenfeste oder Sportwettkämpfe. Dabei liefen die Kosten von Unterhaltung und Instandhaltung von Vereinsheimen und Schützenhallen weiter. Ein weiteres, schweres Problem ist das Wegbrechen des Vereinsnachwuchses. Viele Jugendliche haben sich als aktive Mitglieder während der Corona-Pandemie wieder abgemeldet. In den beiden letzten Jahren konnten keine neuen Mitglieder geworben werden, so dass jetzt schon zwei „Vereins-Jahrgänge“ für die Zukunft fehlen. „Jetzt kommt es darauf an, das Vereinsleben wieder schnell mit pulsierendem Leben zu erfüllen, dazu gehören Veranstaltungen, vom Tag der offenen Tür bis zum Jugendcamp“, empfiehlt der Unionspolitiker Daniel Sieveke. Der Landtagspolitiker weiter: „Viele Vereine müssen langfristig planen und in Vorkasse für Getränke, Catering oder Zeltmieten gehen. Diese Vorleistungen sind bei normaler Kassenlage schon hoch, aber mit den Einnahmeausfällen durch Corona vielfach nicht zu stemmen.“ Genau hier setzt die neue Förderung an und stellt Gelder für die Neustart-Events der Vereine zur Verfügung. Landrat Christoph Rüther verweist auf Synergieeffekte und empfiehlt den Vereinen, frühzeitig bei anstehenden Projekten mit der Kreis- oder den kommunalen Verwaltungen ins Gespräch zu kommen. „Wir sollten öfters Veranstaltungen wie diese durchführen, damit wir auch zukünftig sehen, wie wir große und kleine Vereine in Stadt und Land stärken können und wie sich die Vereine entwickeln.“, regte Moderatorin Sabrina Henneke an. „Gerade beim beliebten Heimatscheck sind die Beratung und Beantragung wirklich unbürokratisch“, ergänzte Bernhard Hoppe-Biermeyer, der am Ende der Veranstaltung der Ministerin für ihr großes Engagement für den ländlichen Raum dankte.

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