sieveke daniel140410 219"Kein Allerweltspolitiker, sondern voll konzentriert auf sein Fachgebiet!"

Trauer herrscht in der CDU im Kreis Paderborn und bei vielen
Weggefährten, Freunden und Bürgern über den Tod von Gerhard
Wächter, der am vergangenen Samstag im Alter von 75 Jahren gestorben
ist. Obwohl er sich seit seiner aktiven Zeit als Parlamentarier weitgehend
aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, bleibt der sympathische,
bürgernahe und stets hilfsbereite Vollblutpolitiker Gerhard Wächter mit
seiner beachtlichen Lebensleistung und Prinzipientreue vielen lebhaft in
Erinnerung.


Noch während seiner Studienzeit in Münster trat er 1971 in die CDU ein, er gehörte ab 1981
dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes an und vertrat die Kommunalpolitische Vereinigung
(KPV) auf Bezirksebene von 1996 bis 2000. Mit ihm verliert die Region, aber auch die Politik in
Nordrhein-Westfalen und in Berlin, einen unermüdlichen Streiter um gute Kompromisse und
Ideen in vielen Bereichen, insbesondere aber in der Verkehrspolitik, dem erklärten und auch
fraktionsübergreifend anerkannten Fachgebiet von Gerhard Wächter, wo er sich im Landtag
als stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses und verkehrspolitischer Sprecher
der CDU-Landtagsfraktion einen sehr guten Namen machte. Von 1997 bis 2002 gehörte
Wächter auch dem CDU-Fraktionsvorstand in Düsseldorf an.


Der in Helmern geborene Diplom-Volkswirt hat in seinem politischen Leben nahezu alle
Stationen, von der Kommunalpolitik über das dreimal in Folge errungene Direktmandat im
NRW-Landtag (1990 bis 2002) bis hin zum Abgeordneten des Deutschen Bundestages (2002
bis 2009) durchlaufen und dabei seine Wurzeln, die Liebe zum ländlichen Raum und den hier
lebenden Menschen, nie verleugnet und sich zu ihrem Fürsprecher gemacht. Neben den
Mandaten in Bund und Land hat sich Gerhard Wächter auch auf Parteiebene im Kreis
Paderborn mit großem Engagement, Umsicht und seiner Fähigkeit zum Ausgleich verdient
gemacht, sei es als Ratsmitglied in seiner Heimatstadt Bad Wünnenberg, als
Fraktionsvorsitzender im Kreistag (1997 bis 2002) oder in für die Partei schweren Zeiten, als
er auch den Kreisvorsitz der CDU übernahm (2000 bis 2006) und es sich persönlich zur Aufgabe
gemacht hatte, die Mitglieder wieder zusammenzuführen und die Partei zu einen.“, betont
die heutige CDU-Kreisvorsitzende, Corinna Rotte.


“Gerhard Wächter war kein Allerweltspolitiker, der zu jedem Thema seinen Senf dazu gab. Er
konzentrierte sich voll auf sein Fachgebiet, die Verkehrspolitik”, gedenkt der
Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann der Verdienste seines direkten Vorgängers in
Berlin. Mit seiner besonnenen, aber zupackenden Art stieß er zahllose Infrastrukturprojekte
an. So ist die kürzlich in Betrieb genommene Ortsumgehung B480n auch sein Verdienst, weil
er dieses wichtige Projekt über Jahrzehnte hinweg im Kreis-, Land- und Bundestag begleitet
hat. Gerhard Wächter hat mich stets unterstützt und dafür werde ich ihm immer dankbar
sein, so Linnemann abschließend.

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cdu journal 3-22

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